Was passiert, wenn man Slotcar  verrückte Leute zu einem 6h Teamrennen zum Ottonenring einlädt? Erstens, die Bude wird voll. Zweitens, es wird lustig und viel gelacht. Drittens, gehts neben den heißen Kämpfen auf der Strecke auch beim Essen und Trinken um die Wurst. Mögen also die Spiele beginnen….So trafen sich am 7.12. namenhafte Leute aus der Umgebung an der Strecke ein und es wurde fleißig trainiert, optimiert und letztlich die letzten Zehntel aus den GT3 Boliden herausgekitzelt. Bei solch einem Langstreckenrennen muss natürlich auch die Technik und vor allem die Reifen durchhalten. Da hier mit originalen Carrera Reifen gefahren wurde, ging jedes Team von mindestens zwei Sätzen Reifen aus, die sich während des Rennens fein verteilt auf der Strecke zersetzen sollten. Doch erstens kommt es anders und zweitens…es gibt so viele Überraschungen.

Doch schauen wir uns mal die 4 Dreier und ViererTeams genauer an. Allein die Teamnamen wie „Die Harzer Roller“ (DHR), „The Minions“ (TMI), welche zudem noch einheitlich gekleidet waren, die „Outsider Crew“ (OUT) und das Team „HBZ“ (Heimbahnzirkus) hätten schon für einen Pokal gereicht, doch richtiger Racer wollen das auf der Strecke austragen. Im Training sah man schon, dass alle 4 Teams bei den Zeiten nah beieinander sind. Also waren alle auf die kurze 3 min Quali für die Startaufstellung gespannt. Hier waren es die Teams DHR und HBZ, welche um Tausendstel Sekunden fighteten. Aber schon hier fiel auf, dass der Aston Martin vom Team OUT irgendwie nicht mehr so schnell unterwegs war.  Deutete sich hier bereits ein Problem am Auto hin oder war es einfach nur die Aufregung vor dem Start? 

So durfte dann das Team DHR mit dem neuen Porsche 991 von ganz vorn in die langen 6 h starten, dicht gefolgt vom Team HBZ im schnellen Ford GT. Auf Platz 3 unsere Minions mit dem Porsche 997 und von Platz Elend aus ging Team Out mit dem Aston Martin ins Rennen. Üblicherweise erlebt man ja meist in der ersten Runde oder sogar Kurve unsanften Lackaustausch bis hin zu Abflügen und dadurch bedingt Positionswechsel. Aber nein, unsere 4 Startfahrer waren alle brav und umsichtig, so dass das Rennen ohne nennenswerte Vorfälle in die spannende Anfangsphase ging. So waren in den ersten Minuten alle dicht beeinander und es traf Team DHR zuerst mit einem Abflug und damit verbundener Strafrunde.  Aber es dauerte nicht lange, bevor auch andere das Pech hatten und einmal ohne Rundenzählung im Kreis fuhren. Leider bewahrheitete sich das Problem am Aston Martin in Form von langsamen Zeiten, so dass direkt zu Beginn des Rennens Hektik im Team aufkam, was letztlich zum Schrauben am Auto führte. Sehr sehr schade, zumal das Team im Training mit die schnellsten Zeiten fuhr. 

Doch so hatte Team OUT bereits nach 20 min über 30 Runden Rückstand, was nicht unbedingt der Motivation diente. Zumal ganz vorn das Team HBZ richtig angaste und bereits 6 Runden Vorsprung auf Team DHR hatte. So ging das Ganze dann ca. eine Stunde lang, bis es ganz vorn einen Führungswechsel gab. DHR konnte an HBZ vorbei ziehen und sollte diese Führung bis zur Zielflagge auch nicht mehr abgeben. Der Porsche lief dafür heute einfach zu gut und auch alle vier Fahrer machten einen guten Job. Indes hatte Team OUT, bedingt durch die Probleme, bereits über 100 Runden Rückstand auf die drittplatzierten Minions, die ab und an mit der Performance ihres Porsche 997 zu kämpfen hatten und auch schon 30 Runden auf die Führenden aufgebrummt bekamen. Doch das Team bewahrte den Ehrgeiz, behob das Problem des schleifenden Kabels und gaste jetzt mit deutlich schnelleren Zeiten so richtig von hinten an.

So konnten sie im Verlauf auf teilweise 30 Runden an die Minions heranfahren. Hier zeichnete sich noch ein harter Kampf bis zum Schluß des Rennens ab. Appropo, der Blick auf die Uhr zeigte aber immer noch ein gefühlte Ewigkeit an und so langsam merkte man auch die Konzentrationsschwächen bei vielen Fahrern. Vielleicht lag es aber auch an der Dunkelheit, die jetzt 2 h lang über der Bahn hing. Team DHR hatte bereits einen guten Vorsprung auf das Team HBZ, als auf einmal der Porsche an der Spitze anfing zu rattern und seltsam klang. Ein technischer Defekt würde das Team jetzt sicher die Führung kosten und alle im Team bereiteten sich schon auf das Schrauben vor. Mit Sorgenfalten beobachte man die Zeiten und das Fahrverhalten, Team HBZ hingegen sah da vielleicht ihre Chance, wieder näher heran zu kommen. Ja that´s racing und es kann jeden treffen. Da die Zeiten aber noch gut waren, nahm das Team nur einen kleinen Check am Auto vor und fuhr weiter. Die Minions konnten indes ihr Rennen fahren, hatten sie doch nach vorn relativ viele Runden Rückstand, konnten aber ihren Vorsprung auf Platz 4 souverän halten.

Die letzten Stunden vom Rennverlauf her waren eher unspektakulär, aber die Stimmung abseits der Strecke phänomenal gut. Alle waren gut drauf, machten ihre Witze und das obwohl oder gerade vielleicht weil  die CU an der Bahn doch so langsam anfing, mit der Stromabgabe zu haushalten. Dadurch wurden die Autos stellenweise extrem langsam, aber da musste ja jetzt jeder durch. Und ja, nicht nur die Autos, auch die Technik unter der Bahn muss solch eine lange Zeit erstmal gut überstehen. Das tat sie mit ein zwei kurzen Abkühlpausen dann auch und so waren alle auch froh, dass die Zeit endlich abgelaufen war.

Gratulation an alle Fahrer, die dieses Rennen zu dem gemacht haben, was es letztlich war. Zu einem schönen Tag unter Gleichgesinnten. Wir hatten alle eine Menge Spaß, Spannung, was zum Spielen, ausreichend Essen und Trinken und auch mal das ein oder andere Problem zu lösen. In diesem Sinne eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit und natürlich einen guten Rutsch ins neue Jahr.

  1. „Die Harzer Roller“: Daniel, Steve, Dennis, Thomas
  2.  „HBZ“ (Heimbahnzirkus): Feo, PvP, Olli
  3.  „The Minions“: Frank, Philip, Tim, Paul
  4.  „Outsider Crew“: Mike, Ralf, Niclas

dav

 

 

 

 

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